Johannes Pistorius Niddanus d. Ä.

Dr. Johannes Pistorius Niddanus d.Ä., 1504-1583

Johannes Pistorius Niddanus d. Ä. (1504-1583)
Pistoriusmedaillon am Johannes-Pistorius-Haus in Nidda - 2011
(Kunstguss Buderus, Hirzenhain)



 Stammbaum von J. Pistorius d.Ä.

Stammbaum von Johannes Pistorius Niddanus d.Ä., 1504-1583 (Quelle: Nidda - Die Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes, Nidda 2003)


Dr. Johannes Pistorius Niddanus d.Ä., *1504

Ausführliche Quellen zum Geburtsjahr von Johannes Pistorius Niddanus d. Ä.

Pistorius, Johannes Niddanus d.Ä., hessischer Reformator, Superintendent von Nidda, * im Januar 1504 in Nidda. + 25.1.1583 Nidda. dessen Vater: Johann Becker (1476-1520), Bürgermeister in Nidda; verheiratet mit Margaretha (1.2.1516-24.5.1560) Tochter des Konrad Schreiber aus Nidda; 5 Söhne, 3 Töchter u.a. Johannes Pistorius Niddanus d. J.(1546-1608)

Nidda mit Johanniterturm

Die Wetteraustadt Nidda (Merian, Topographia 1646)

Nach Besuch der Lateinschule studierte Johannes Pistorius, Bürgermeistersohn aus einer alten Niddaer Familie, in Mainz (vermutl.) u. promovierte zum Dr. theol. Bereits als Kaplan der Niddaer Johanniter-Kommende war Pistorius engagierter Mitarbeiter und Förderer der Reformation. Wie bei Melanchthon, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband, ließ die Verwurzelung im Humanismus keinen fundamentalistisch genährten religiösen Eifer zu. Tiefe Frömmigkeit u. Toleranz, z.B. gegenüber Juden, zeichneten ihn aus.
Johannes Pistorius d.Ä. war im Frühjahr 1530 an der Abfassung der Confessio Augustana beteiligt: „...ward dies Bekanntnus...in 17 Artikel verfaßt, danach wurd sie Philippo u. seinen Adjunkten, darunter auch Brentius, Schnepfius, Pistorius und anderen unter die Hand getan, sie in ein Form und Bekanntnus zu bringen.“(G. Nigrinus). Pistorius besaß seit Augsburg ein lateinisches und deutsches Belegexemplar der heute verschollenen Ur-CA von 1530.

Wirkungsraum des Superintendenten J. Pistorius Niddanus d.Ä. von 1541-1580

Die Diözese Alsfeld z.Z. von Johannes Pistorius Niddanus d.Ä.

Nach d. Bigamieaffäre Philipps von Hessen wurde J. Pistorius 1541(bis1580) Superintendent der Diözese Alsfeld. Als Vertreter der protestantischen Seite nahm er mit Melanchthon und Bucer an den Religionsgesprächen in Worms und Regensburg (1540/41 u. 1546) teil.

Zum zweiten mal nach 1541 zwei Niddaer auf einem entscheidenden Religionsgespräch: Johannes Pistorius und Antonius Pelargus

Teilnehmer am Religionsgespräch von 1546;
aus J. Sleidanus: de statu religionis et rei publicae, Straßburg 1555



Bei der Pestepidemie in Nidda von 1555, in der er alle Kinder bis auf Johannes d.J. verlor, blieb Pistorius als helfender Pfarrer in Nidda. Ein tragisches Unglück nahm ihm 1560 seine Ehefrau.



Margaretha Pistorius, eine vorbildliche Frau



Ausschnitt aus: Die Reformation und ihre Kinder dargestellt an:
Vater und Sohn Johannes Pistorius Niddanus.
Eine Doppel-Biographie, Nidda 1994, S. 46-48
(Hans-Jürgen Günther)

Gern kehrte Pistorius in sein Pfarrhaus zurück, sei es von dienstlichen Besuchssreisen oder von den Unternehmungen, für die ihn sein Fürst ausgewählt hatte. Warteten doch in Nidda die liebsten Menschen, die ihm auf Erden noch geblieben waren: sein bald zwölf Jahre alter, jetzt einziger Sohn Johannes, an dem er viel Freude hatte, und seine Frau Margaretha. Stets war sie in Sorge, wenn ihr Mann wegen der Religionsstreitigkeiten lange und damals gefährliche Reisen unternehmen mußte, und sie bat Christus, daß ihr Mann immer wohlbehalten zurückkehre.
Den auch körperlichen Strapazen, welche die Visitationen in seiner Diözese mit sich sich brachten, war er noch gewachsen, auch wenn der jetzt Mitfünfziger bisweilen von Beschwerden spricht.
Ganz anders seine vitale vierundvierzigjährige Frau, der verbliebene gute Geist des Hauses und der Stadt Nidda. Sie kann jetzt zwar nur noch für ein Kind sorgen, mit ihm beten. Der Alltag fordert sie: sie spinnt, näht, arbeitet von früh bis spät. Die Frau des Superintendenten sticht den Garten selbst um und bestellt ihn. Sie unterstützt tatkräftig - in einer Zeit ohne soziales Netz - die in Armut gestürzten Witwen Niddas, tut den Waisenkindern in der Gemeinde viel Gutes.

Am 14. April 1560 hätte das Ehepaar Pistorius auf eine 25-jährige, glückliche Ehe zurückblicken können, hätte es nicht den herben Verlust von sieben Kindern hinnehmen müssen. Wie berichtet wird, hat Pistorius noch jahrelang seine Frau deshalb zu trösten versucht.
In einem umfangreichen Gedicht (es wurde noch nicht übersetzt und veröffentlicht!) geht der befreundete Pfarrer Wilhelm Lotichius aus Ulfa (+ 4.7.1571) zunächst auf jedes einzelne Kind ein, kommt dann auf die Lebensleistungen der Eltern Johannes und Margaretha Pistorius zu sprechen.
Kunstvoll läßt er daraus einen Dialog erwachsen. Margaretha wird immer wieder von Schmerz überwältigt, wenn sie an die Kinder denkt, die sie getragen und gestillt, deren erstes Lallen und unbeholfenes Gehenlernen sie erlebt hat.
Ihr Mann tröstet sie, sagt, daß sie es jetzt besser hätten. Sie läßt sich aber nicht einfach trösten. Johannes zählt auf, was an schlimmen Dingen in der Welt ihnen nunmehr erspart bleibt: weitere schlimme Krankheiten, Hunger, Kriege, Erdbeben, unheilvolle Himmelserscheinungen (Finsternisse, Kometen), die Beschwerden und Gefahren die die unterschiedlichen Lebensaltersstufen betreffen, Gewaltherrschaft durch Regenten, Armut, Gefahren des Reichtums, harte Arbeit, Unglück.
Zum Schluß der Ausführungen fügt sich Margaretha in ihr Schicksal und verzweifelt nicht, ja bittet sogar Gott um Verzeihung wegen ihrer Klagen.

Entsetzen in Nidda: der 24. Mai des Jahres 1560

Es war ein Freitag, der Tag nach Christi Himmelfahrt. Das Ehepaar Pistorius war allein zu Haus, ihr Sohn Johannes hielt sich in Marburg auf. Margaretha Pistorius (44 J.) war morgens in der alten Johanniterkirche gewesen, hatte einen Pferdewagen gemietet und fuhr stadtauswärts in Richtung Oberschmitten, ihren Geburtsort. Ihr Mann hatte sie gebeten Lehm zu holen, weil man augenscheinlich für eine Ausbaumaßnahme Feldbrandziegel herstellen wollte.

Das Folgende ist die erste Übersetzung eines im Dezember 1993 aufgefundenen lateinischen Berichts, der in Versform im März 1561 in Eckhardshausen verfaßt wurde. Der Autor ist der Pfarrer Wendelin Helbach (+ 13.12.1588).


Lotichius-Epitaph
Elegiae aliquot... Trauergedicht des Pfarrers Wendelin Helbach aus Eckartshausen (Büdingen) vom 10. März 1561


"Sie (Margaretha Pistorius) wollte nämlich Lehm holen und ging bald zu einer Lehmgrube, die dort außerhalb der Stadt lag. Sie steht auf dem Wagen und ahnt nichts von der bevorstehenden Katastrophe. Die Schar der Helfer beginnt soviel Lehm herauszubrechen, wie die Grube hergibt. Wie gesagt, sie steht auf dem Wagen, da erschrickt sie zu Tode. Denn plötzlich sieht sie, wie sich über ihr Risse in der Lehmdecke zu weiten beginnen.

Lotichius-Epitaph
Elegiae aliquot... S. 74
(Übersetzung fett gedruckt)


Um sich also auch hier fürsorglich um das Wohl der übrigen zu kümmern, ruft sie noch: 'rennt weg, damit ihr nicht umkommt'. Auch sie springt ängstlich vom Wagen, stürzt, kommt noch unter den Wagen - vielleicht glaubte sie noch, daß sie darunter in Sicherheit sei. Aber die Lehmmassen stürzen herab, zerschlagen den Wagen und töten - es ist furchtbar - auch sie. So schnell konnte sie dem plötzlichen Einsturz nicht entrinnen; denn keiner kann zugleich herabspringen und davonlaufen. Die Übrigen sehen erschüttert das Unglück. Und was sie erblicken ist , o weh, dieses: eine Frau, lebendig begraben.

Kein Fünkchen Hoffnung auf irgendeine Rettung bestand; sie war beim Einsturz ums Leben gekommen. In Windeseile verbreitete sich die Kunde von diesem beweinenswerten, traurigen Todesfall durch die ganze Stadt. Als sie an das Haus des jetzt verwitweten Superintendenten gelangte, versetzte sie ihm fast den Todesstich. Er hob betend die Hände zum Himmel, dann vergrub er wieder die Finger in den Haaren und von Trauer außer sich brach es aus ihm hervor: 'Geliebte Gefährtin, meine inniggeliebte Frau, welches herzlose Geschick entriß dich mir, der ich schon alt bin? O Tag der Trauer, Zeit, um in Tränen zu ersticken, keine furchtbarere Stunde gab es in meinem Leben.' Wie er so von härmender Trauer über das gnadenlose Geschick stöhnt, versteinert sein Gesicht durch das andauernde Weinen.

Lotichius-Epitaph
Elegiae aliquot... S. 75
(Übersetzung fett gedruckt)


Inzwischen trifft die Bevölkerung mit der verunglückten Ehefrau ein; ihr Leib war vom Lehm sehr zerschunden. So bringt man ihm an Stelle einer lebenden, eine tote Gattin ins Haus. Um Gottes willen, was war das für eine unglückselige Aufgabe. Schnell erhebt sich durch die Stadt die Totenklage, ob Mann, ob Frau, alle haben Mitgefühl mit dem Pfarrer. Sie wird bestattet, dicht umdrängen das Grab von allen Seiten die Bürger, und niemanden gab es, der bei diesem Begräbnis nicht erschüttert war.

Wie von Tau bedeckt war die Erde mit Tränen, so drückend war die Trauer, so heftig der innere Schmerz. Aber es bejammern nicht nur ihr Mann mit der ergriffenen Gemeinde aus schmerzerfülltem Herzen dieses Unglück: Sogar das Flüßchen Nidda, mit bitteren Zähren vermischt, fließt betrübt über ihr Unglück und ihren Tod dahin"


Den Abschluss bildet ein - fein gedichtetes -

Chronogramm

Die Jahreszahl erschließt man aus der Addition der lateinischen Ziffern, die in den groß geschriebenen Buchstaben verschlüsselt sind.


Lotichius-Epitaph
Elegiae aliquot... S. 76
(Übersetzung fett gedruckt)

"HaC MargarIta CVbat, ConIVnX post FVnVs In Vrna
PIstorII, faeLIX SpIrItVs astra CoLIt"

"Hier in der Urna liegt bestattet Margaretha, die Frau
des Pistorius, ihre glückliche Seele wohnt jetzt überm Sternenzelt."

Zeile 1:    C    M       I    C   V    C    I    V   X    V   V    I    V    = 1338 Jahre    +
Zeile 2: I    I   I    L    I    X    I    I    V    C    L    I    = 222 Jahre

=
Anno 15 60








Johannes Pistorius blieb nach dem Tod seiner geliebten Ehefrau zeitlebens Witwer.








Nach dem Wormser Religionsgespräch (1557) belastete Pistorius der zunehmende Richtungsstreit zwischen Orthodoxie und Philippisten. Er wurde als Kryptocalvinist verdächtigt, weil er u.a. die Konkordienformel ablehnte.




Briefunterschrift von 1548

Unterschrift von J. Pistorius d. Ä.





Als Zeitzeuge der Reformationszeit, der Luther(+1546) und Melanchthon(+1560) um Jahrzehnte überlebte, verfaßte Pistorius bis 1580 eine Reformationsgeschichte. Das Manuskript und

 Superlibris: I(oannes) P(Pistorius) N(iddanus) 1562

Dieses prachtvoll gebundene Mathematikbuch (Euklid) stand von 1562-1583
im Niddaer Pfarrhaus. Die Superlibris-Initialen nennen den Besitzer.
Es wurde 1992 in Straßburg wiederaufgefunden.

die wertvolle Bibliothek mit der Ur-CA erbte sein Sohn, zu dem P. zeitlebens ein herzliches Verhältnis hatte.

Tod und Nachruf

Am 25. Januar 1583 starb Johannes Pistorius d.Ä. in seiner Heimatstadt Nidda. Von den bekannten Reformatoren hat er als einziger die Bewegung von den frühen Anfängen bis hin zu ihrem ersten Starrwerden in der Konkordie erlebt und durchlitten: er, der weltoffene, mitfühlende und geprüfte Theologe Johannes Pistorius aus dem Wetteraustädtchen Nidda. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Johanniterkirche.


Johannes-Pistorius-Haus in Nidda
Nidda, Johanniterturm
(Foto: Sven Steschke)


Die Inschrift des Grabsteins ist überliefert. Sein einziger Sohn Johannes, der bis zum Tode seines liebenswürdigen und weisen Vaters ein nachweislich herzliches Verhältnis zu ihm hatte, verfaßte sie persönlich.

"Clariss. praestanti Doctrina et Pietate viro D. Johanni Pistorio Niddano Seniori, Hassicae ditionis Superintendenti et Parocho, Patrono pauperum et ornamento Patriae totiusque Germaniae, cum LX continuos annos domi in Hassia et Foris in Comitiis in Propaganda Religione consum(ps)isset, et annos LXXX. in perpetuo gloriae cursu omnium hominum benevolentia sanctissima vixisset, in gravissima des constanti adhuc placide et in summa Religione mortuo parenti suo cariss., Johannes Pistorius filius unicus, Medicinae Doctor, ad testandum suam erga benemeritum parentem benevolentiam maestus (hoc monumentum fecit).P(ost).C(hristum). mortuus est anno M.D.LXXXIII Januar. die XXV, hora II. pomeridiana, Nidae."

"Dem durch seine ausgezeichnete Gelehrsamkeit und Frömmigkeit weitberühmten Manne Dr. Johannes Pistorius dem Älteren von Nidda, dem Superintendenten des Hessenlandes und Pfarrer, dem Beschützer der Armen und der Zierde seiner Heimat und ganz Deutschlands, nachdem er 60 Jahre lang daheim in Hessen und außerhalb auf Reichstagen damit verbracht hatte, die Religion zu fördern, und nachdem er 80 Jahre lang in beständig ruhmvoller Laufbahn in der Zuneigung und Verehrung aller Menschen gelebt hatte und in einem sehr hohen, aber doch noch rüstigen Alter sanft völlig gottergeben gestorben war, ihm, seinem hochgeliebten Vater, hat dessen einziger Sohn Johannes Pistorius, Doktor der Medizin, zur Bezeigung seiner dankbaren Gesinnung um den so hoch verdienten Vater, tiefbetrübt dieses Denkmal errichtet. Er starb zu Nidda im Jahr 1583 p.Ch.n., am 25. Januar, nachmittags um 2 Uhr."

Am 30. Oktober 2011 wurde Johannes Pistorius d. Ä. in seiner Heimatstadt Nidda eine besondere Ehre zuteil. Das renovierte Gemeindehaus der evangelischen Pfarrgemeinde erhielt seinen Namen.

Johannes-Pistorius-Haus in Nidda

Johannes-Pistorius-Haus








Johannes-Pistorius-Haus in Nidda

Ehrentafel für Johannes Pistorius Niddanus d.Ä.








Werke:

 Schrift von Michael Eychler, 1578

Buchtitel mit Vorrede von Johannes Pistorius d. Ä., 1578

Vorrede in: M. Eychler, Christlicher...Bericht, wie Pfarrherren
in dieser pestilentzischen Zeit und auch sonsten, die armen krancken Leut
ohne Gefahr alle besuchen und trösten können..., 1578, HAB Wolfenbüttel: A2r-B3v 8°










Klage des Pistorius A8 verso
Pistorius beklagt, dass in Zeiten der Pest nächste Mitmenschen
ihre erkrankten Familienmitglieder im Stich lassen, A8 verso.

Johannes Pistorius und seine Frau Margaretha hatten 1555
bei der großen Pest von Nidda, den zu Tode Erkrankten
bis zum Schluss Beistand geleistet. Mehr als 300 Menschen
starben damals, darunter fünf Kinder des Superintendenten.









Segensgruß von Johannes Pistorius d. Ä. B3 verso

Schluss der Vorrede von "Joannes Pistorius der Elter" vom 22. November 1577










Ausführliche Quelle zum Geburtsjahr von Johannes Pistorius d. Ä.

Aus einem 20-seitigen Trostgedicht von Georg Nigrinus an den jugendlichen Johannes Pistorius Niddanus d. J. aus dem Jahr 1564, nachdem dieser 1555 fünf Geschwister bei einer Pestepidemie und 1560 durch einen Ünglücksfall seine Mutter verloren hatte. Danach lebten nur noch von der ehemals zehnköpfigen Familie Vater und Sohn Johannes Pistorius.


Dr. Johannes Pistorius Niddanus d.Ä., 1504-1583

        „Aber damit du dich einmal sicherer erinnern kannst,
        merke wohl, welche Jahreszahlen ich aufzählen werde.
        Dein Vater erblickte gerade in dem Jahr gesund das Licht der Welt
        Als der trutzige Rheinländer die Bayern mit Waffen angriff,
        in welchem Hessen froh über seinen Landgrafen Philipp war,
        der mit Herrschaft die Stämme der Chatten zusammenhält.
        Wenn du zu fünfzehnhundert Jahren vier hinzufügst (1504)
        seit der Geburt des Himmelsfürsten, dann hast Du den Zeitpunkt“

        Faksimile aus: NIGRINUS, GEORG; LOTICHIUS, GVILIELMIUS;
        VIETOR, IUSTUS; HELBACHIUS, VENDELINUS:
        Elegiae aliquot de morte liberorum et venerandi viri &
       Theologi clariss. D. Johannis Pistorij urbis et comitatus
        Niddani Pastoris et Superintendentis, Frankfurt 1564, S. 9

Dr. Johannes Pistorius Niddanus d.Ä., 1504-1583

diess. Quelle, S. 27: "Im Jahre 1504, im bayrischen Krieg, in dem auch der edle Landgraf von Hessen, Philipp, geboren wurde, kam Johannes Pistorius auf die Welt." S. 27

Literatur (Auswahl):


Hans-Jürgen Günther, Die Reformation und ihre Kinder dargestellt an: Vater und Sohn Johannes Pistorius Niddanus. Eine Doppel-Biographie, Nidda 1994, 74-238 (hier sind sämtliche Werke sowie die Sekundärliteratur aufgeführt);

ders.:
Pistorius, Johannes d.J. (auch Niddanus): Lexikon für Theologie und Kirche (Freiburg 1999), Bd. 8, 319f

ders.:
Pistorius d. Ä. (Niddanus): Neue Deutsche Biographie (herausgegeben von der historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2001), Bd. 20, S. 486f

ders.:
J. Pistorius Niddanus, Vater und Sohn - Zwei Niddaer Persönlichkeiten im Jahrhundert von Reformation und katholischer Reform: Artikel in "NIDDA - Die Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes" (2003) 123-134

ders.:
Pistorius, Johannes d.Ä., in: Killy Literaturlexikon, Bd.9, Berlin 2011, S. 247f.


NIGRINUS, GEORG LOTICHIUS, GVILIELMIUS, VIETOR, IUSTUS. HELBACHIUS, VENDELINUS:
Elegiae aliquot de morte liberorum et coniugis venerandi viri & Theologi clariss. D. Johannis Pistorij urbis et comitatus Niddani Pastoris et Superintendentis, Frankfurt 1564


Pistoriusmedaille von 1543


Dr. Johannes Pistorius Niddanus d.Ä., 1504-1583


Avers: IOAN.(nes) PISTORIUS NIDDAN.(us) MINISTER EVANGELII D.(omini) N.(ostri) I.(esu) C.(hristi) AET.(ate) XXXIX ANN.(orum)
Iohannes Pistorius Niddanus, Diener des Evangeliums unseres Herrn Jesu Christi im Alter von 39 Jahren

Revers: COR CO(n)TRITV(m) E(t) HUMILIATUM DEVS NO(n) DESPICIES. M.DS.XLIII.
Ein zerknirschtes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen. 1543 (Psalm 51, Vers 19)
Foto: Philip Charles - NGA Wash.DC

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Dr. Johannes Pistorius Niddanus d.J. 1546-1608
Zu Johannes Pistorius Niddanus d.J.,
Humanist, Arzt, Historiker, Politiker u. kath. Theologe,
* 14.2.1546 Nidda (daher: Niddanus), + 19.6.1608 Freiburg (Breisgau).

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Hans-Jürgen Günther

11. April 2017